Totally Anna

Book Review: Die Ultimative Fuck-It-Liste

Die ultimative Fuck-it-Liste
222 Dinge, die du niemals im Leben tun solltest von A.L. Lang

Meines Erachtens klang der Titel und auch der Klappentext des Buches sehr vielversprechend und lustig.

„Sie träumen von den Rocky Mountains? Oder davon, einmal ein Konzert der Rolling Stones zu besuchen? Vergessen Sie’s! Die gehören zu den sechs größten Enttäuschungen der Welt:

Machu Picchu: große Ansammlung von Steinen

Die Rocky Mountains: noch größere Ansammlung von Steinen

Die Pyramiden: große Ansammlung von spitzen Steinen

Ayers Rock: ein großer Stein

Osterinsel: große Ansammlung von Steinen, in die jemand hässliche Gesichter gemeißelt hat

Die Rolling Stones: große Ansammlung hässlicher Mistkerle“

Ja, dachte ich mir, ein Buch, das mir gefallen könnte. Aber das tut es nicht. Ich sitze jetzt hier, es ist 6:52 Uhr und ich hatte das Bedürfnis aufzustehen und über dieses Buch und dessen, meiner Meinung nach, verkorksten Schriftsteller, eine Rezension zu schreiben. Ich muss dazu sagen, dass ich erst bei der Hälfte des Buches bin, aber, da ich es so grottenschlecht finde, weiß ich nicht, ob ich es überhaupt fertig lese.

Der Autor/Die Autorin?

Der Autor (ich weiß nicht mal welches Geschlecht der Autor hat – ich habe nichts über ihn/sie online gefunden – muss aber dazu sagen, dass ich auch nicht lange recherchiert habe) hat schon mehrere Bücher verfasst. In jüngeren Jahren schrieb er über Bucket-Lists. Dabei hätte er es, glaube ich, belassen sollen. Ich denke allerdings, dass ihm das Geld ausgegangen ist und er sich einen neuen Scheiß einfallen lassen hat müssen. So entstand die Fuck-it-Liste. Mit einem früheren Buch schaffte er es sogar auf die Bestseller-Liste der New York Times. Da ist der Erfolgsdruck natürlich groß.

Not funny… at all!

Ich dachte das Buch wäre lustig, meines Erachtens, ist es jedoch das Gegenteil. Ich hab nicht ein einziges Mal gelacht… und das heißt was. Ich lache sonst über jeden Scheiß. 🙂 Er versucht krampfhaft lustig zu sein, jedoch gelingt es ihm, finde ich, nicht. Er schreibt von Dingen die man nicht tun sollte, die ich bereits getan habe und die überhaupt kein Reinfall waren. Außer vielleicht in einem Reisebus auf´s Klo zu gehen – da gebe ich ihm recht. Er macht ständig Dinge, Situationen und die Menschheit im Generellen schlecht. Demnach ist es kein Buch, dass mir Freude bereitet, sondern ein Buch dessen Autor mir leid tut. Bei ihm habe ich das Gefühl, er würde sich am liebsten zuhause einsperren, mit niemandem reden und sich über seine eigenen Fürze kaputt lachen. Letzteres würde ich allerdings als sehr sympathisch deklarieren.

Ich habe normalerweise eine sehr positive Einstellung zu allem und jeden, dennoch muss ich hier jetzt mal Dampf ablassen – oder vielleicht gerade deshalb. Bücher, die die Unsicherheit und die Unzufriedenheit vieler Menschen verstärken, haben, meiner Meinung nach, nichts in einer Buchhandlung zu suchen.

Außerdem gefällt mir nicht nur der Inhalt nicht, auch die Aufteilung des Buches ist konfus. Es enthält viele Untertitel und noch mehr Aufzählungen, was, nach meinem Empfinden, den Lesefluss total beeinträchtigt.

Er behandelt teilweise Themen, die er sich bestimmt aus den Fingern hat saugen müssen, damit das Buch halbwegs eine Dicke zusammen bekommt. Wer sowas publiziert ist, meiner Meinung, nach wenig reflektiert und trübselig… aber ok. Solche Menschen muss es ja auch geben. 🙂

 

Conclusio: Scheiss auf die ultimative Fuck-it-Liste!

 

*Ich möchte ausdrücklich noch betonen, dass all meine Bücher-Rezensionen nur meine subjektive Meinung widerspiegeln.