Akzeptanz… was ist das? Kann man das essen? Etwas einfach zu akzeptieren und es so hinzunehmen, wie es ist, auch wenn sich alles in uns dagegen sträubt, ist mit Sicherheit nicht einfach und muss gelernt sein.
Entwickelt man doch zu gewissen Dingen eine Akzeptanz oder auch Distanz ist dies ein wichtiger Schritt zu einem zufriedeneren Leben.

Es gibt Dinge, die wir einfach nicht ändern können, auch wenn wir uns es noch so sehr wünschen, oder auch noch so sehr daran arbeiten. In unserem Leben werden uns immer wieder Personen und Situationen begegnen, die nicht unseren Vorstellungen entsprechen und die uns vielleicht sogar Leid zufügen. Und genau hier soll die Akzeptanz einsetzten, denn man wird immer wieder Leuten und Situationen ausgesetzt sein, die uns nicht in den Kram passen. Sobald man akzeptiert, dass man immer wieder mal solchen Situationen und Personen begegnen wird, verfliegen negative Gefühle, die „normalerweise“ in einem hoch kommen. Gefühle wie Zorn, Angst, Verzweiflung und Hilflosigkeit gehören der Vergangenheit an und man fängt an die Zügel seines Lebens in die Hände zu nehmen.

Dinge, die man akzeptieren muss:

Man muss anfangen zu akzeptieren, dass Vergangenes vergangen ist. Sich ständig darüber den Kopf zu zerbrechen „was wäre wenn“ ist eine irrsinnige Belastung und bringt einen in feinster Weise weiter und hält uns nur davon auf im Jetzt leben zu können. Denn im Grunde ist die Gegenwart das Einzige was zählt.

Wir müssen akzeptieren, dass jeder Mensch verschieden ist und jeder Mensch seine eigene Wahrheit hat. Oft prallen verschiedene Prinzipien, Werte, Grundsätze, Gefühle, Vorstellungen, Ziele und Erfahrungen aufeinander. Macht man sich dessen öfters bewusst, fängt man an die persönliche Wahrheit anderer Menschen zu akzeptieren und hört auf sich dagegen zu sträuben.

Weiters muss man akzeptieren, dass jeder Mensch Fehler macht. Ich, du, deine Mama, dein Papa, deine beste Freundin, dein Partner…
Dazu habe ich schon einen Beitrag geschrieben. Hier kannst du ihn lesen!
Fehler sind wichtig, für alle von uns!

Wenn man akzeptiert, dass man manche Dinge, wie Herkunft, Körperbau, „Schönheitsfehler“, Gesundheit etc. nicht ändern kann, schafft man es sich vorwärts zu bewegen. Viele von uns hadern ständig mit Umständen, die sie nicht in der Hand haben, und merken dabei gar nicht dass sie dabei nur auf einer Stelle treten. Beklagt man sich ständig über Umstände, die man nicht ändern kann, wird man es nie schaffen sich vorwärts zu bewegen.

Außerdem muss man akzeptieren, dass vieles vergänglich ist und alles Lebendige stirbt. Ich habe vor 4 Jahren meinen Bruder verloren und hätte ich nicht akzeptiert, dass ich diese Situation nicht ändern kann und hätte ich nicht aufgehört mir täglich die Frage nach dem Warum zu stellen, hätte ich mich wahrscheinlich selbst verloren. Es gibt nichts Schlimmeres als ein geliebtes Familienmitglied zu verlieren. Doch die Welt ist nicht gerecht und es gibt keine Sicherheit für nichts. Akzeptiert man dies, entwickelt sich automatisch eine gewisse Dankbarkeit.

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