Bald ist Weihnachten und manche von euch fragen sich vielleicht warum ich nicht, wie ungefähr 90% der Blogger zur Adventszeit etwas verlose. Darum! Früher habe ich das gemacht aus „Angst“ etwas zu verpassen, Leser oder Follower zu verlieren. Aber diese „Angst“ ist nun Geschichte und ich lasse meinem Grinch-Dasein freien Lauf.

Ich habe früher immer geglaubt mit Deko und Weihnachtsmusik endlich in Stimmung zu kommen, aber meistens hat es nichts genutzt. Jedenfalls nur kurzfristig, denn ich hasse diesen vorweihnachtlichen Stress. So viele Leute überall, meist grantig und unrund. Jeder muss dies und das noch erledigen bevor dann nach ein paar Stunden Fressorgie alles wieder vorbei ist!

Wir schenken uns nichts!

Ich mag das einfach nicht und das geht, meiner Meinung nach, einfach am Sinn von Weihnachten vorbei. Natürlich spielt es auch eine Rolle, dass bei uns seit dem Tod meines Bruders die Feiertage meist zur Bürde geworden sind. Doch ich war noch nie ein Fan von dem ganzen Tamtam rund um Weihnachten. Vor 4 Jahren haben wir als Familie beschossen uns Erwachsenen nichts mehr zu schenken, was uns allen eine enorme Last von den Schultern genommen hat.

Natürlich ist es schön sich etwas zu schenken, aber meiner Meinung nach hat das Materielle einfach schon Oberhand gewonnen und das finde ich nicht gut! Das schönste was man, meines Erachtens, schenken kann ist Zeit. Es ist irrsinnig schön, die besinnliche Zeit ohne Stress gemeinsam zu verbringen. Papa heizt den Kachelofen, Mama hat überall Kerzen aufgestellt, es riecht nach Kletzenbrot, welches sich gerade im Backrohr befindet, meine Nichten üben ihre Musikstücke für den großen Auftritt an heilig Abend vor der ganzen Familie und das Treffen mit Freundinnen auf Punsch und Kekse: das ist für mich Weihnachten.

Was ist wirklich wichtig?

Früher ist es mir oft schwer gefallen mich darauf zu konzentrieren was wichtig ist. Anstatt zu überlegen welche Farbe Papas Socken heuer haben sollten und was ich nur meiner Schwester tolles schenken kann, habe ich Zeit mich um die wesentlichen Dinge zu kümmern: Gemeinsame Zeit und Dankbarkeit. Wir sind froh, dass wir uns haben, auch wenn ein Teil von uns fehlt und nicht mehr bei uns sein kann. Wir müssen dankbar sein, dass wir gesund sind und dass wir aufeinander zählen können. Gemeinsames Lachen und das Gefühl von Geborgenheit: das ist für mich Weihnachten!

Ich möchte hier niemandem zu nahe treten, der ein Fan von dem ganzen Weihnachts-Tamtam ist! Ich kann es nachvollziehen und es kann irrsinnig schön sein, wenn man es „richtig“ macht. 🙂

Also dann, besinnliche Adventszeit und dickes Bussi,
euer Glescher-Grinch

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